Yume-Blog

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[25.10.2011] Memories IX: Mondprinzessin für 9 Jahre
Wer Bunny nicht schonmal gesehen hat, hat uns noch nie zu Gesicht bekommen... oder nur im letzten Jahr.

Wie kein anderer hat sie das Bild unserer Gruppe geprägt, denn sie spielte von Anfang bis fast zum Ende die Hauptrolle der Sailor Moon.

In ihrer Yume-Zeit war Bunny nicht nur Sailor Moon und Serenity, sondern auch Yume-Mama, Orga-Mitglied, Choreographin, Kostümbildnerin und Skript-Schreiberin.

2010 trat sie nach This is Helloween ab und übergab das Szepter an Kaaron.

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Vom Lachen und Leiden einer Prinzessin und dem Aufbau einer Monarchie… oder wie man in einen Sack Flöhe hütet.

Es ist schon erschreckend lange her, aber ich erinnere mich an einen Moment aus meiner Realschulzeit. Ich saß gemeinsam mit Ami in der Schule und wir unterhielten uns über unsere Lieblingsserie Sailor Moon. Und auf einmal schaltete sich ein weiteres Mädchen in diese Unterhaltung mit ein. Wir hatten nie wirklich miteinander geredet. Unsere Klassen wurden gerade erst zusammengeworfen, aber wir 3 wurden danach die besten Freunde. Das Mädchen war Ruka und wir waren 14 Jahre alt.

Zeitsprung … 1999
Ami und ich sitzen nachts im Zug. Wir sind auf dem Rückweg von der Animagic und schreiben aufgeregte Briefe an Ruka. Wir berichten ihr von der ersten Con, die wir und viele andere damals erlebt haben. Und wir schwärmten von einer für uns überwältigenden Show einer Gruppe namens Tsuki no Senshi. Wie sehr hatte ich mir damals gewünscht auch so etwas tun zu können, aber wie sollte ich je zu einem Sailor Moon Musical kommen???

Naja, ich weiß nicht ob sie es wussten, aber ich hab´s geschafft *lach*
Ich bin da eigentlich ganz zufällig rein geraten. Ruka meinte „He, da sind Leute die wollen Sailor Moon machen, wollt ihr mit kommen?“ Ein weiteres Jahr plätscherte vor sich hin und plötzlich war ich Sailor Moon. Und das fast 10 Jahre lang. Selbst für mich immer noch unglaublich.
In den Jahren habe ich viele verschiedene Aufgaben übernommen:
Ich habe Kostüme genäht, Tänze choreographiert, Szenen geschrieben, hatte in der Zeit 3 „Ehemänner“, hab Senshi hin und her beordert, ich war Kummerkastentante, hab Essen für 30 Leute eingekauft, die lieben Leutchen ins Bettchen gebracht und zugedeckt. Und vor allem die Trainings organisiert, was keine leichte Aufgabe war…. Glaubt mir, wenn ich für jedes „Muss ich zu dem Training kommen? Ich werde doch gar nicht gebraucht“ 5 Euro bekommen hätte, wäre ich schon Millionärin.
Und zu Transyllvania no Mori hatte ich die ehrenvolle Aufgabe auch an Skript und Leitung von Yume mitzuhelfen. Ich glaube wir haben einen guten Job gemacht.

In 10 Jahren ist viel passiert. Ich habe viele Leute bei Yume kommen und gehen sehen, Streitigkeiten geschlichtet und Tränen getrocknet. Beziehungen haben begonnen und sind wieder geendet. Ich habe verfolgt wie unsere Kids (Remmel, Nathy, Denise und später auch Akari) erwachsen geworden sind und habe mir in dieser Zeit eine MENGE grauer Haare zugelegt (die ich regelmäßig überfärbe ^^).
Es waren oft harte Zeiten, aber es waren die besten meines Lebens bisher.
Ich habe viele Menschen kennengelernt die ich sehr gerne habe und nicht wieder missen möchte. Ich habe Deutschland von oben bis unten bereist und viele schöne Orte gesehen. 220.000 km auf meinem Kilometerzähler, das Auto hat es nicht überlebt. Und wir haben gemeinsam viel Blödsinn gemacht.
Ich könnte hier glaube ich eine Million Dinge aufzählen, die ich erlebt habe und die mir wichtig waren oder Menschen die ich lieben gelernt habe, aber das würde den Rahmen hier sprengen, den mir „Ehemann“ Nummer 3 vorgegeben hat. Vielen von euch waren dabei und wissen was ich meine. Für den Rest mache ich gerne einmal einen Dia-Abend ^^.
Dann essen wir Würstchen in zarter Eigenhaut, trinken Zitronentee aus Schnapsgläsern und quetschen uns mit 20 Personen in unser Wohnzimmer.
Jaja… wie in unserer wilden Jugend *hüstel*
Vor einem Jahr habe ich dann beschlossen abzudanken, wenn ich das so sagen darf. Es ist mir nicht leicht gefallen, das könnt ihr mir glauben. Ich habe lange mit mir gerungen bevor ich diese Entscheidung getroffen habe. Denn wenn man von der ersten Stunde dabei ist, will man das eigentlich auch bis zur letzten Sekunde sein. Aber oft will das Universum nicht das gleiche wie man selbst – als Trägerin des Silberkristalls ist das einem leider wohl bewusst.

Ich bin sehr gespannt was die nächsten 10 Jahre so bringen. Ich bin überwältigt welche Liebe und wieviel Zuspruch ich in den letzten zehn erhalten habe. Von Freunden, von Yume Mitgliedern und auch von den Besuchern unserer Show. Vielleicht vergesst ihr mich nicht sofort und ich kann euch auch in Zukunft ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Die Zukunft hat noch viel zu bieten. Greift zu!

[13.10.2011] Memories VIII: Vom Fan zum Sunshine zum Vize – 10 Jahre Yume vor, auf und hinter der Bühne.
Seit 2009 ist Nuriko nach Yaten der Vize-Chef bei Yume. Angefangen hat er aber wie alle anderen auch als ganz einfaches Cast-Mitglied.

2006 stieß er als Pirat Kerun in Kaguya Shima Densetsu dazu, bevor er die nächsten zwei Jahre die Rolle des Zoisite übernahm. Ab Transsilvania no Mori (2009) bis zum Endcast spielte er die Rolle des Mamoru/Tuxedo Kamen.

Neben der Tätigkeit auf der Bühne arbeitet(e) Nuriko an der Presse und dem Blog, am Skript, Kostümen, Szenenregie und Schauspielerei.

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Ich denke noch gerne an die Bonenkai 2001 zurück. Ich war damals 16 Jahre, zum ersten Mal in einem billig zusammengestückelten Kostüm für einen Tag auf einer Convention und traf zum ersten Mal eine große Menge Leute, die meine Vorliebe für Manga und Anime teilten. An diesem Abend nahm mich die Freundin einer Schulfreundin (ich glaube heute, es war entweder Yuzu oder Galaxia) in ihrem Auto mit zum Bahnhof und erzählte mir freudestrahlend, dass sie eine Gruppe gegründet hätten und im nächsten Jahr ein Sailor Moon-Stück auf die Beine stellen wollten. „OK“, dachte ich. „Macht ihr mal…“. Eigentlich hatte ich damals nicht daran gedacht, nochmal auf eine Convention zu gehen und schon gar nicht, dass ich einmal selbst dort auf der Bühne stehen würde, aber im kommenden Jahr fand ich mich dann doch auf der Connichi und schaute mir am Samstag diese Sailor Moon-Gruppe an – und ich war von Anfang an voll und ganz gefangen. Das dort auf der Bühne hatte Hand und Fuß, alle Figuren hatten sie zusammengebracht und allen da oben merkte man ihren Spaß an der Sache an. In den kommenden Jahren kam ich nicht an Yume vorbei und zwischen mir und meinen Freunden im Zuschauerraum entstand eine Art Abkommen, sich am Sonntag, passend zum Yume-Auftritt, in Sailormoon-Kostüme zu schmeißen.

Nach Abi und Zivildienst suchte ich dann eine neue Möglichkeit, Theater zu spielen. Und da schrieb ich eine Bewerbung an Yaten (über die sie sich heute noch lustig macht, weil sie so förmlich war)… und stieß dann zu „Kaguya Shima Densetsu“ dazu.
Am Anfang war ich unsicher, ob das wirklich etwas für mich ist. Aber dank meiner Piraten-Gruppe war ich schnell voll und ganz mit dabei und als es im kommenden Jahr darum ging, die Shitenno zu besetzen und ich Zoisite spielen durfte, war ich spätestens voll mit von der Partie. In der Zeit fing ich auch an, mit Gary, Yaten und Matthes zusammen zu skripten und ich übernahm die Leitung der Shitenno… meine Zeit als „Sunshine“-Mitglied, einer der nur zu den Proben kommen muss, um sein Zeug zu können, war damit vorbei. Aber ich möchte diese Abende, an denen ich mit Yaten kopfschüttelnd und unverständig zwischen den Skriptfronten von Matthes und Gary saß, nicht missen.

Als Gary nach „Eien Densetsu“ die Organisation aufgab rückte ich irgendwie nach und war dann nicht nur auf einmal als Tuxedo Kamen männliche Hauptrolle, sondern hatte auch Entscheidungen mitzutragen, die nicht immer einfach waren: Sollen wir X die Rolle geben, auch wenn wir lieber Y darin sehen würden? Trauen wir Z ein Gesangs-Solo zu? Was schmeißen wir raus, um das Stück auf zwei Stunden zu bringen? Wie sehr darf ich den Leuten in den Hintern treten wegen Lichtskript und HP-Profilen? Es war nicht immer einfach, diese Entscheidungen mitzutragen und ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, wir hätten nicht in diesen Jahren öfters Uneinigkeit untereinander gehabt und wir wären uns sicher gewesen, ob und wie lange wir Yume noch tragen könnten oder wollten.

Es war teils auch vor diesem Hintergrund, dass Yaten und ich für 2011 das letzte Yume-Stück beschlossen. Ein Stück, das nochmal das zeigen sollte, was Yume für uns bedeutete: Große Gefühle, Drama, Tränen und viel Musik! Etwas, mit dem wir guten Gewissens abtreten konnten. Gary kehrte in die Orga zurück, Kaaron übernahm die GT-Planung und Yui stieß in die Leitung mit dazu. Unser Cast verschlankte sich und nochmal kamen neue (und alte neue) Gesichter dazu. Im letzten Jahr spürten wir förmlich nochmal die Aufbruchsstimmung – dieses Gefühl von „Arbeit an etwas Großem“, das mir die vergangenen Jahre gefehlt hatte. Alles war nochmal irgendwie neu und frisch und aufregend.

Jetzt ist Yume zu Ende. Ich denke, wir alle, die wir dabei waren können auf eine aufregende Zeit voller Höhen und Tiefen zurückblicken und auf etwas Großes, das uns verbindet. Und so denke ich an vieles gerne zurück:

* An Anthy, die mich hierher und zu „Romance Kakumei“ geführt hat.
* An die Eppinger Zentrale und Yvis „Dark Side“-Cookies.
* An romantische Bühnenmomente mit Yumemi, Matthes, Bunny und Kaaron.
* An meine fantastische Tochter Debbie.
* An „Du schon wieder“ und Bartrubbeln mit Utena.
* An verschwitzt-eklige Wochen in meinem Näh-Verließ mit insgesamt 9 Shitenno-Kostümen.
* An kurze Nächte auf der Ani und einen Flitzer im Piraten-Wams.
* An eine Nacht, in der Yukiya, Bunny und ich das Transsilvania-Stück von mehr als drei Stunden auf zwei brachten.
* An die Abende in der Küche und die Nächte auf den Matten in Gondelsheim.
* An unzählige Wochenenden ebendort, sowie in Bruchsal, Worms, Leiselheim, Viernheim, Mariaberg und Frankfurt.
* An einen Tuxedo, der durch mich gerade stehen lernte, von dem ich die Rolle übernahm und der dann bei mir blieb.
* An Garys und meine eigene Kompromisslosigkeit in vielen Dingen und wie viel wir mit vereinten Kräften geschaffen haben.
* Und nicht zuletzt an Yaten, deren Kreativität, Durchhaltevermögen und Hingabe Yume erst möglich gemacht haben und die noch heute einer der inspirierendsten Menschen in meinem Leben ist.

Danke für all die Jahre! Es war nicht immer leicht, aber ich bereue nichts!

[27.06.2011] Memories VII: In Yume groß werden... oder auch nicht! Ein "Zwerg der Zerstörung" berichtet.
Die meisten Yume-Mitglieder sind im jungen Erwachsenenalter zu uns gestoßen, aber nicht alle.
Neben Remmel und Debbie, die beide bei uns die Rolle der Sailor Chibi-Moon spielten, kamen auch Nathy und Denise als die kleinen Anhängsel ihrer Geschwister zu Yume, wurden hier groß und spielten alljährlich in anderen Rollen nach JunJun und PallaPalla in ihren späteren Jahren unter anderem Sailor Heavy Metal Papillon, Sailor Aluminal Siren und Sailor Mercury.

Ein weiteres Mitglied, das im zarten Kindsalter zu uns stieß ist Akari. Gerade mal 14jährig spielte sie ab 2007 Sailor Saturn, bevor sie 2009 kurzfristig für einen Auftritt zu den Inners als Sailor Mercury wechselte. Nach einem Jahr Pause kam sie im letzten Jahr in der Rolle der Luna zu Yume zurück.

Neben ihrer Darstellung auf der Bühne hilft Akari immer bereitwillig in künstlerischen Bereichen, u.a. der Fotobearbeitung und unterhält den Yume-eigenen Acount von DeviantArt.
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5 Jahre als „Zwerg“ bei Yume - Die Pause rechnen wir nicht mit ;P

Meine erste Berührung mit Yume war auf der Connichi 2004! Da war ich gerade mal 13 Jahre alt , unschuldig, und 10 cm kleiner. Ich hatte sogar die Ehre, einen Conhon-Eintrag von Bunny zu ergattern- den ich bis heute in Ehren halte ^_~

Conneko 2005 lernte ich Chii kennen und ihr erster Kommentar zu mir war: „Wir suchen eine Sailor Saturn, hast du Interesse?“ Interesse ja- aber leider nicht die Erlaubnis dazu.

Doch es gibt immer ein zweites Mal im Leben. Auf der Animagic 2006 kam ich erneut mit dieser ominösen Sailor Moon Gruppe in Verbindung, die mich seit 2 Jahren so faszinierte.
Yaten musterte mich kritisch, als Chii mich vor sich stellte und meinte: „Guck mal, die will sich als Saturn bewerben“ .
Ich erinnere mich noch genau an ihren Satz: „Zieh mal die Schuhe aus! Joah… groß genug bist du.. und schwarz steht dir auch!“

Keine drei Monate später gehörte ich zu diesem Chaoshaufen. Und es war die BESTE Entscheidung meines Lebens.
In Yume war/bin ich der „Nervenzwerg“. Laut, immer gut gelaunt und meistens etwas hyperaktiv. Ich habe alle möglichen Modephasen durchlaufen- meine Yume Leute mit mir ^_^““

In meinem ersten Jahr in Yume stellten sich mich noch viele Fragen. Wie konnte aus ein paar Punkten auf einem Blatt eine Choreographie werden? Wie konnten wir in wenigen Monaten ein 2 ½ Stunden Stück auf die Beine bringen? Wie konnten sich so viele Menschen so viel Text i9n kürzester Zeit merken? Wie konnten Fehler passieren ohne dass es das Publikum mitbekam?
Und die wichtigste Frage: Wie konnte diese ganze Arbeit auch noch so viel Spaß machen?

Antwort auf alle Frage: Weil wir alle einen gemeinsamen Traum hatten – dieses Stück, egal wie kompliziert es war, auf die Bühne zu bekommen!

„Eien Densetsu-Visions“ war mein erstes Stück und damit Animagic 2007 meine erste Auftrittserfahrung. Ich glaube man hat noch nie so wenig Töne aus meinem Mund wahrgenommen, wie an diesem Tag. Ich war so nervös etwas falsch zu machen oder mich zu vertanzen, dass ich keinen Ton raus bekam. Ein Wohlbefinden für meine lieben Sailor Senshi, welchen ich nur allzu oft auf die Nerven ging ^^°°
(An dieser Stelle: Verzeiht mir, meine Lieben! Aber ihr wart die besten Opfer, die ich je hatte ^_^)
Der Moment jedoch, an dem ich den meisten Stolz empfand, war auf der Frankfurter Buchmesse 2007 als meine Mutter und ihr Freund unseren Auftritt sahen. Die Meinung meiner Familie war mir immer sehr wichtig- auch wenn sie oftmals nicht meiner eigenen entsprach. Doch sie lobte uns. Ihr positives Feedback machte mich mehr als glücklich. Zudem hatten ihre Kollegen, zufälligerweise, den Auftritt ebenfalls gesehen und meine Mutter darauf angesprochen. Und ihnen hat es gefallen. Meine Mami war stolz auf mich und ich stolz ein Teil dieser wundervollen Träumer zu sein.


Die Yume-Member mussten meine gesamte Pubertät und alles was dazu gehörte mit mir mitmachen. Von den Emotionsschwankungen über die Führerscheinprüfung bis hin zu meiner ersten großen Liebe (Achtung: Kitschgefahr).

Connichi 2007 erschreckten Takuto (Crew) und ich wohl einige mit unserer Spaßbehauptung: „Wir sind ein Paar“. Von schockierten Blicken, Wetten über unsere Beziehungsdauer bis hin zu rechtlichen Nachforschungen über die Legalität unserer Liebschaft war wohl alles dabei.
Als wir am Ende der Convention offenbarten, dass das alles nur ein Riesenspaß war, war die „Erleichterung“ groß.
Januar 2008 tauchten wir jedoch als echtes Pärchen am ersten Training des Jahres auf– und das ganze Spielchen fing von Neuem an ^^° (schockierte Blicke, Wetten über unsere Beziehungsdauer, rechtlichen Nachforschungen über die Legalität unserer Liebschaft)
Die Höchstwette über unsere Beziehungsdauer war 6 Monate. Inzwischen leben wir beide zusammen und haben bereits über 3 Jahre den Status „in einer Beziehung“ auf unseren Profilen stehen.
Liebe Crew- ihr seit uns noch die Wetteinlösung schuldig ;P !!

5 Jahre Yume aus der Sicht der Kleinsten – denn im Gegensatz zu unserer kleinen Debby, wachse ich nicht mehr ^__^°° Es war chaotisch, sah oftmals so aus, als würde es nie ein Ende nehmen und doch kam immer Gutes dabei raus.
Es war eine wundervolle Zeit in der mir dieser versaute Chaoshaufen zur zweiten Familie wurde.
Ihr habt mir viele Dinge für das Leben gelehrt und mir eine wundervolle Zeit geschenkt. Ich danke euch.
Mein besonderer Dank gilt jedoch meinem Schatz. Ohne Yume hätte ich nie die Möglichkeit gehabt dich kennen zu lernen. Du hast mich durch so schwere Zeiten begleitet. Ich danke dir. Ich liebe dich über alles!

„Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“ – diese Weisheit hat sich durch meine Mitgliedschaft bei Yume mehr als erfüllt.

[10.06.2011] Memories VI: Junges, blondes Blut - The Last Senshi
Nach längerem Kampf um den Blog gibt es endlich mal wieder Neues von unserer Chaotentruppe.

Erinnerungen müssen nicht immer die ganze lange Zeit von Yume umspannen, auch frischer Wind prägt das Guppenklima. Desirée stieß erst für unser letztes Stück zu uns als Sailor Venus. Die letzte Sailor-Kriegerin, die den inneren Zirkel um Moon betritt und mit Desirée auch die letzte Schauspielerin, die als Sailor-Kriegerin in den Zirkel unserer illustren Runde aufgenommen wurde. Venus ist die Rolle, die bei Yume am häufigsten neu besetzt wurde. Neben Chii, die die Rolle von 2006-2009 spielte schaffte nur Yumemi es, in zwei Jahren (2003 und nochmals 2009) die Minako zu spielen, alle anderen raffte der "Fluch der Venus" dahin.

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Mehrere Wochen hatte ich Pros und Kontras abgewogen. Wieviel Zeit, Geld und Nerven würden wohl dabei draufgehen? Ich hatte ja keine Ahnung, als ich im Winter 2010 der Musical Gruppe Yume beitrat.
Gesehen hatte ich diese Truppe schon als kleiner Teenager auf namenhaften Conventions der Anime- und Manga-Szene. Ich, begeisterter Sailor Moon-Fan und Cosplayer, bin mit diesen Erinnerungen älter, auch ein wenig größer und nun, kurz vor Ladenschluss, doch noch ein Teil dessen geworden. Wie kam es dazu? Viele Aspekte machten mir anfangs sorgen, denn immerhin gehört etwas mehr dazu, als der gute Wille, einer Gruppe beizutreten.

Als ich 2009 als Make-Up-Helferlein hinter der Bühne erstmals bei Yume mitarbeitete, fiel mir eines sofort auf, das diese Truppe vom Rest meiner bisher kennengelernten Musical-Laiengruppen unterschied: Eine unglaubliche Energie, die alle verband und fortwärts trug. Heute weiß ich, es ist die reinste Form von Chaos im positiven Sinne. Nicht nur die beachtliche Balance zwischen „Waaaah, wo ist mein Kostümteil abgeblieben?!“ bishin zu „5 Minuten vor der Zeit, lern ich nochmal schnell meinen Text“ machten diesen einen Tag auf den Fantasydays so unterhaltsam, nein, diese Menschen umgab eine Freude, die ich selten so erlebt hatte. Freude am Verrücktsein – Geordnet, wie auch chaotisch. Und das machte mir Yume sofort sympathisch, aber vorallem einzigartig!

Ein Jahr später, nach mehreren Wochen reiflicher Überlegung, stand ich also vor der Casting-Kommission und wurde zu einer Sailor Kriegerin ernannt. Die letzte Dazugestoßene, die zur Verteidigung der Titelheldin ihre Feuerherzen beschwören würde. Die Rolle der Minako/Sailor Venus überraschte mich erst durch ihr Verhalten im starken Kontrast zur Anime-Serie, doch weckte Lust auf mehr und vorallem Lust auf Yume in mir. Ich wollte ein Teil des Ganzen sein, wenn Yume das letzte Mal seinen Vorhang öffnen wird. The Last Revenge – Dieses Stück wird eine lange Geschichte, man könnte sagen, eine Ära beenden.

Was sprach damals für meine Entscheidung und wie würde ich das heute einschätzen? Zugegeben sind diese 250 km Touren jeden Monat anfangs abschreckend gewesen. Doch allein die Menschen bei Yume sind es allemal wert, dass auf mich zu nehmen. Jeder von ihnen ist eine Bereicherung für mein Leben: Starke Schultern, kluge Köpfe, flexible Beine und helfende Hände in jeglicher Beziehung. Sie sind, jeder für sich, liebenswerte und wunderbare Persönlichkeiten. Eine Reise pro Monat reichte da schon bald nicht mehr für mich aus, denn schon sehr früh wurde ich geradezu süchtig nach Yume.

Besonders zu erwähnen wäre für mich das Oster GT 2011 – Drei Tage mit strahlendem Sonnenschein und hartem Training für das gemeinsame Werk. Trotz der Arbeit und zahlreichen Spuren an meinen Beinen und Armen (Hey! Wer tanzen will, muss leiden!), waren diese Tage in Mariaberg wie Urlaub für mich.
Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dazu zu gehören. Ich bin mir nicht sicher, wie einfach oder schwer das für alle Beteiligten gewesen ist, aber ich finde es beachtlich, mit was für einem strahlenden Lächeln ich hier aufgenommen wurde. Ich konnte gar nicht anders, als es zu erwiedern. Jedes Mitglied schätze und respektiere ich und möchte wirklich niemanden nach Beendigung dieses Stückes in meinem Leben missen. Es wird eine weitere Herausforderung, doch ich sehe da keine Bedenken. Mich treibt mittlerweile eine Energie an, die ich bei Yume kennengelernt habe: Die Freude am Verrücktsein.
Ich finde keinen passenderen Abschluss, als jedem einzelnen zu danken.

Ich bedanke mich bei
- Meiner Prinzessin für ihr unvergleichliches Lächeln
- Ihrer vergangenen seelischen Abspaltung für ihre aufbauenden Worte
- Meinen Mitstreiterinnen mit den kurzen Röcken. Mädels, ihr seid spitze!
- Meiner Akari. Dafür, dass du mich zu Yume geführt hast
- Meinem Kater, den ich auch im echten Leben kraulen muss ;-)
- Den Shitenno, für ihren unschlagbaren Humor und faszinierenden Tänzen, inklusive Aerobic-Einlage
- Dem maskierten Lover meiner Vorgesetzten, Lieber Dominic, du bist einfach klasse!
- Meinem Hawkey, für seine Treue(-punkte)
- Haru, für die offene Affaire und unschlagbaren Musikuntermalungen
- Kana für die viele Mühe bei den Kostümen und deiner Hilfe in jeder Lebenslage
- Den Youma, die immer mit vollem Einsatz und Herzensblut dabei sind!
- Opa Hino für seinen fabelhaften Einsatz mit dem Besen
- Einem gewissen Schildkröten-Liebhaber, der sowohl seelisch, als auch physisch öffter unter mir leiden durfte
- Yuis Eltern für den wunderbaren Oster-Samstag
- Und vor allem dir, Yaten! Du bist das Herz und die Seele von Yume… und das merkt man!

Eure Desi – The Last Soldier @ Yume

[24.05.2011] Memories in English: Gary
Gary is (was) joining the illustrious Yume-Memories-Blog writer’s circle as number two. Right from the start she immediately had taken on many tasks within the group. Ranging from the concepts of the Yume-plays, to song selection, to choreographies, that everyone who ever danced one of them, remembers vividly and painfully (I do –T.N.). From 2001 to 2008 Gary held the rank of second-in-Yume-command and remained with the cast afterwards. Since 2011 she again is active in the orga-team.

On Stage among other roles Gary did play especially Prince Saphire, Helios, Selkie, and Sailor Star Fighter. And Since 2010 she is Sailor Mars in the Senshi Team.


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In the end I wanna be standing at the beginning with you...


I still remember Yaten asking around May of 2001: „ Hey, I met with some Sailor Moon fans. We want to produce a musical. We are still in need of some Animamates.” First I replied that I had no interest in joining. But that thought got hold of me and did not let me go. I had seen all the Japanese Sailor Moon musicals that had been produced so far. How could they be adapted on a German stage? Two days later I had finished the first of many concepts for that yet unnamed group.

Ever since, I have contributed a part to any Yume-script in one way or another. From basic concepts, to detailed scenes – I am to blame for at least some bit in every play…^^.

In the beginning we did not even want to produce more than one show….but that show was so well received, that we were able to produce a show every year afterwards.


First I scripted, than I choreographed. Many remember the muscle aches they got from my choreographies. Do you remember how much time we needed for our first Version of La Soldier? Many rehearsal-weekends! Today we do such a dance within 2-3 hours! ^^ (okay, only if we are not counting the cross-step-jump ;P )

In the third year I learned sewing and since then I created a few costumes for Yume.

I also did tinker with the Talismans, every Sailor Moon staff there ever was, and almost every other stage prob until Matthes joined in 2005 for Kaguya Shima. 2005 was also very sad year. Many members, that I was very close to, left that year. But also many that joined afterwards I have grown very fond of.

Yaten and I managed the group for many years. Yume did cost me a lot of time, nerves, and money. It has not always been easy, but if I were asked whether I would invest all that if I had to make that choice again or not, I would say yes.

Because of the fun that I shared with you. Because of the great time we had together. Because of all the wonderful persons who I was allowed to meet and that allowed me to learn and to grow.


Thank you, to all the persons that did believe in me. Thank you, to all the persons that did support me throughout the years. Thank you to all who made it possible for Yume to not remain a dream.

Thank you Yaten, for asking me all those years ago.

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